KIEZCARE E.V.

Eine Schöneberger Bürgerinitiative

KIEZ CARE ist eine gemeinsame Initiative von Szeneaktivisten aus dem Motzstraßen-Kiez.
Wir leben und arbeiten in diesem Kiez, sind selbst Teil der Szene, sind unabhängig, datenschutzorientiert und gut vernetzt.

Zweck: Unser bunter Kiez gerät leider auch immer wieder ins Visier von meist gut organisierten Kriminellen oder wird Schauplatz für Belästigungen. Lokale Politik, Behörden und Polizei können hierauf allerdings erst dann entsprechend reagieren, wenn ausreichend Zahlen und Fakten über diese Vorfälle vorliegen. Häufig werden Zwischenfälle bei der Polizei nicht gemeldet und fließen daher auch nicht in wichtige Statistiken ein. Unsere Website vereinfacht und organisiert das Erfassen von relevanten Zwischenfällen.

Mehr dazu findest Du auf unserer "Fragen und Antworten"-Seite.


Pressemitteilung

Berlin, im März 2017
Die Welt wächst zusammen – und mit den großartigen Möglichkeiten der freien Entfaltung ergeben sich neue Perspektiven für die Gestaltung unseres Lebens. Eines Lebens in Kunst und Kultur, in Wissenschaft und Technik nie dagewesenen Ausmaßes. Metropolen wie Berlin stellen das ganze Ausmaß auf kleinstem Raum dar. Sie sind ein Magnet für Menschen aus aller Welt, Menschen, die Neugier und Erlebnishunger genauso in diese Städte tragen wie Kulturgeist und Wissensdurst. Leider aber wollen auch andere profitieren vom Geist dieser Ballungszentren. Kriminelle Banden nutzen die Arglosigkeit vieler Menschen, um zu täuschen, zu betrügen und zu stehlen.

Auch im Schöneberger Kiez – bekannt als Regenbogenkiez, insbesondere wegen seiner weltweit bekannten schwullesbischen Szene, mit einem Nachtleben, das seinesgleichen sucht. Hier im Vergnügen nutzen auch jene ihre Chance, die so ganz und gar nicht Toleranz und Respekt verdienen – Menschen, die die fröhliche Unbeschwertheit nutzen, ihre schmutzigen Geschäfte zu machen. Auch eine Realität … lästig für die einen, ärgerlich und bedrohlich für die anderen … die Opfer.

Anlässlich zunehmender Übergriffe im citynahen Szenekiez um den Nollendorfplatz sind Politik und Behörden auf die unmittelbare Hilfe der Anwohner und Gewerbetreibenden angewiesen. Dies ergeben Gesprächsrunden über die Sicherheit im Bereich um die Motzstraße.

Jedoch fehlt bislang die Möglichkeit unmittelbarer Mitteilungen von Übergriffen.

Noch immer ist der Bürger auf sich gestellt, muss entscheiden, ob er die Notrufzentrale der Polizei benachrichtigt oder ob er sich z.B. an das MANEO-geführte Schwule Überfalltelefon wendet. Dabei ist die Mehrzahl der Fälle weder gruppenspezifisch noch schwerkriminell.

Längst sind Anwohner und Gewerbetreibende, Junge und Alte, Touristen und Schwule gleichermaßen betroffen. Längst ist auch ein einfacher Angstfall kein Einzelfall mehr. Sind wir uns dessen bewusst, haben wir eine Chance. Diese Chance wollen wir nutzen.

Uns scheint ein unmittelbarer gruppenübergreifender Informationskanal dringend geboten. Wir sehen tagtäglich oft scheinbar nur lästige Unregelmäßigkeiten. In der Summe allerdings stellen diese eine echte Einschränkung der Lebensqualität im Schöneberger Kiez dar und sind darüber hinaus schädlich für das Image unseres schönen Quartiers.

Wir wissen, dass es sich längst um organisierte Gruppen handelt, die hier mit unterschiedlichen Motiven unterwegs sind. Es sind eben nicht nur mehr marodierende jugendliche Einzeltäter, die uns das Leben schwer machen.

Deshalb stellen wir fest: Jeder Fall ist ein Fall. Der kleine Einzelfall – erscheint er auch unbedeutend - ebenso wie das große Verbrechen. Dabei sind gerade wegen der Internationalität dieser Stadt Differenzierungen nötig. Der bärtige Fremde ist vielleicht ein Tourist, der herzlich willkommen ist. Differenzierung ist aber immer nur dann möglich, wenn genügend Informationen vorhanden sind. Informationen, die gleichsam vielfältig als auch geordnet vertraulich und gewissenhaft gepflegt werden. Informationen, die jeder von uns hat.

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