FRAGEN & ANTWORTEN

zu SafePlace.berlin

Für wen wurde die Website entwickelt - und von wem?

Wir sind für alle Berliner Anwohner und Touristen da. Schwerpunkt unserer Arbeit ist zur Zeit der Schöneberger Kiez rund um die Motzstraße.

Wir sind die Berliner Bürgerinitiative KiezCare e.V.: Ein Zusammenschluss von Nachbarn, Wirten, Hotels, Läden, Künstlern, Webdesignern. Wir leben/arbeiten in Berlin und setzen uns dafür ein.

Wofür wurde die Website entwickelt?

Sicherheit ist eine ganz zentrales Bedürfnis der Menschen und hat einen großen Einfluss darauf, wie wohl man sich an einem Ort fühlt. Tatsachen (Statistik) und Gefühl weichen oft stark voneinander ab. Ein realisistisches Bild der Situation schafft Klarheit und hilft auch vor Überdramatisierung.

Einige Kieze Berlins sind leider ins Visier von meist gut organisierten Diebesbanden geraten. Stadtteile wie der Schöneberger Kiez sind zudem traditionell ein toleranter Schutzraum ("safe place") vor homophoben Übergriffen und wir wollen dass das so bleibt.

Viele kriminellen Vorfälle werden der Polizei nicht gemeldet, weil die Hemmschwelle zu groß ist. Wir dokumentieren zudem Vorkommnisse, die keinen Straftatbestand erfüllen und auch solche, die nicht mit direkter Gewalt verbunden sind. Solche Informationen fehlen in den Polizeistatistiken.

Die polizeiliche Statistik hat unseren Informationen nach ein weiteres Problem: Wenn mehere Delikte geichzeitig passsiert sind, wird nur der Delikt mit der höchsten Strafandrohung registiert. Wird also ein Opfer homophob beleidigt und bedroht und dann noch beraubt und verletzt, kommt der Vorfall als "Körperverletzung" in die Statistik und nicht als "homophobe Hasskriminalität.

Zweck des Vereins KiezCare e.V.:

... Die Bekämpfung der Beschaffungs- und sonstigen Kriminalität ebenso wie der organisierten Kriminalität ist allein Aufgabe staatlicher Institutionen. Dabei können jedoch Bürger der Nachbarschaft durch Informationsaustausch unterstützend tätig werden. Durch die Unterstützung der zur Gefahrenabwehr zuständigen staatlichen Stellen können diese zusätzlich motiviert werden, ein besonderes Augenmerk auf diesen Kiez zu werfen. So soll ein Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität der Anwohner und Besucher ... geleistet werden, die oft auch nur durch eine Anhäufung lästiger Unregelmäßigkeiten beeinträchtigt wird. Insofern soll die differenzierte und vorurteilsfreie Informationssammlung helfen, die Lebensqualität im Kiez zu verbessern ohne Ideologieausprägung und einer Nähe zu politischen Organisationen - in Freiheit und Sicherheit.

Ganz nebenbei "besetzen" wir das Thema Bürgerportal, bevor rechte Gruppen dies tun.

Was geschieht mit den Daten?

Eure Angaben werden in einer Statistik gesammelt. Diese Daten ergänzen offiziellen Statistiken, da viele Vorfälle der Polizei nicht bekannt gemacht werden.

Das dient der Prävention: Eine bessere Dokumentation dieser Vorfälle schafft mehr Bewusstsein für die Probleme bei den lokalen Behörden.

Was geschieht mit von Nutzern übermittelte personenbezogene Daten von Dritten ohne deren Kenntnis

Werden offensichtlich personenbezogene Daten Dritter ohne deren Wissen an uns übermittelt (z.B. über unsere Webformulare), entfernen wir derartige Daten aus der Meldung, in der Regel innerhalb von 48 Stunden.

Solche Daten können z.B. sehr genaue Beschreibungen von Personen, Fotos von ihnen, deren Namen oder Kfz-Kennzeichen sein.

An diesen Daten haben wir kein Interesse. Wir wollen statistische Trend ermitteln, keine Einzelfall-Aufklärung betreiben. Für diesen Zweck raten wir zu einer Anzeige bei der Polizei.

Ist der Service anonym?

Ja, Dein Bericht ist ohne Eingabe Deiner persönlichen Daten möglich. Wenn Du Feedback von uns wünschst, kannst Du uns Deine E-Mail-Adresse hinterlassen. Eine 100%ige Anonymität gibt es im Internet natürlich nicht.

Kann der Service missbraucht/manipuliert werden?

Während der Entwicklung dieses Projekts haben wir intensiv darüber diskutiert, wie man verhindern kann, dass dieses Projekt zur Denunziation oder für einen Überwachungsstaat missbraucht wird, und wie man mit möglichen manipulierten Informationen umgeht.

Aus diesen Gründen legen wir bei der Programmierung der Website großen Wert auf eine sinnvolle Auswertung der Daten und andere Mechanismen zur Vermeidung von Missbrauch.

Sollte man auch die Polizei informieren?

Die Polizei sagt: „Es ist im Interesse der Opfer, dass jede Tat angezeigt wird.“ Ohne eine direkte Anzeige bei der Polizei geht es nicht, wenn Du eine strafrechtliche Verfolgung des konkreten Vorfalls durch die Polizei willst.


Technische Fragen

Mobile Phone Tutorial

In nur 60 Sekunden zum fertigen Report:

Die (optionale) Abfrage Deiner Standortdaten funktioniert nicht?

Die Abfrage Deines lokalen Standorts kann Dir helfen, Deine aktuelle Position auf der Karte schnell zu finden, speziell, wenn der Vorfall in der Nähe war. Unser Formular benötigt keine Standortdaten, in dem Fall einfach das Formularfeld "Ortsbeschreibung" manuell eintragen. Zur Standortbestimmung gibt es in der Karte den Button mit einem "Pin"-Symbol. Bei solchen Abfragen ist der Datenschutz Deines Betriebssystems besonders streng:

  1. In den Datenschutz-Voreinstellungen des Betriebssystems muss dem genutzten Browser (Safari, Chrome, Firefox, etc.) grundsätzlich erlaubt sein, Standortdaten abzufragen.
  2. Zudem wird jedes Mal bei der Nutzung des Geo-Trackings auf einer Website auch noch mal nachgefragt.
  3. Es könnte aber auch sein, dass sich Dein Mobilphone gerade an einem ungünstigen Ort befindet und nicht verschiedene Funkmasten in wenigen Sekunden gleichzeitig anpeilen kann.
  4. Wenn Du zu weit weg von Berlin bist, wird Dein Standort grundsätzlich nicht angezeigt.

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